4. Hornfest
Am 28. September 2014 lud die IG Hornkuh und KAGfreiland zum 4. Schweizer Hornfest auf den KAGfreiland-Betrieb „Werk- und Wohnhaus
zur Weid“ in 8932 Mettmenstetten ein. Dort zeigten sie den Film „Das liebe Rindvieh“, führten Sie durch den eindrücklichen Laufstall und informierten die Besucher über die
kommenden Aktivitäten der IG Hornkuh. Daneben gab es auch dieses Jahr ein feines Mittagessen und ein vielfältiges Rahmenprogramm.
Rede am Hornfest
Liebe Hörnerfreundinnen und Freunde.
Mein Name ist Armin Capaul, ich bin Bergbauer im Berner Jura und bin nebenbei zur Drehscheibe von der IG Hornkuh geworden.
Ich habe heute die Ehre, hier in Mettmenstetten, euch Alle für die Eidg. Hornkuh Volksinitiative zu begeistern.
Und ich sagte zu mir: „Sag deine Meinung, auch wenn deine Stimme zittert.“
Ja und damit ich nicht zuviel reden muss, dachte ich mir folgendes aus.
Eine Podiums-Diskussion pro und kontra über Hörner mit zwei Kühen wäre sicher geeignet. Die angefragte horntragende Kuh war sofort bereit daran teil zu nehmen und die Vorfreude strahlte gleich aus ihren Augen. Die enthornte Kuh weigerte sich mit „Händ und Füass“, mit der Begründung, sie könne nicht gegen Hörner reden, weil sie auch lieber Hörner auf dem Kopf hätte.
Als zweite Begründung hat sie sichtlich gereizt noch angefügt, bevor sie davon lief: Es sei auch noch niemandem in den Sinn gekommen, den Uri-Stier oder den Bündner Steinbock in den Kantonswappen zu enthornen, aber bei uns wird das gemacht.
Das Gefühl, dass mit den Hörner habe ich schon lange und deshalb schrieb ich vor bald 4 Jahre mit einem Berufskollegen einen Brief an das Bundesamt für Landwirtschaft mit der Idee vom Hörnerfranken.
Alle lieben Briefe und das gute Zureden ins Parlament, Schweizer Hornfeste, Kalender, Plakataktion und Hörnerfranken-Petition mit über 18'000 Unterschriften, sowie über 1400 Medienberichte.
Ja, an dieser Stelle möchte ich den Medienschaffenden herzlich danken, denn auch Sie haben mitgeholfen den Kühen eine Stimme zu geben.
Eben, das Alles reicht immer noch nicht aus, um den Bundesrat zu überzeugen, dass er via Verordnung unser Anliegen einführen kann und soll.
Für unser Schweizer Nationaltier, die Kuh, mit der intensiv geworben wird, natürlich immer mit Hörner. So macht das z.B. auch die diesjährige OLMA 2014 mit ihrem Prospekt.
Um den horntragenden Kühen und Ziegen weiterhin eine Stimme zu geben, hat sich nun ein Hornkuh-Initiativ Komitee gebildet. So wurde diese Initiative von 4 Bäuerinnen und 4 Bauern und je 4 Frauen und 4 Männern aus der übrigen Bevölkerung lanciert.
Die Verantwortung für das Wohl der landwirtschaftlichen Nutztiere tragen wollen und gegen die Instrumentalisierung der Tiere sind.
Diese Volksinitiative will erreichen, dass Bäuerinnen und Bauern, die Kühe mit Hörnern halten, für den Respekt vor der Würde der Tiere mit einem Zuschlag bei den Direktzahlungen belohnt werden. Dasselbe soll auch für Ziegen gelten.
Es wurden 25'000 Unterschriften-Listen gedruckt auf DE, FR, IT und Romanisch.
Ja, auch im Bündnerland hat es noch ein paar wenige Kühe mit Hörnern.
Jeder Bogen hat 10 Zeilen, wenn alle voll ausgefüllt zurück kommen, haben wir 250'000 Unterschriften, dass sollte eigentlich reichen.
Wir möchten euch nun Alle herzlich einladen, den Kühen und Ziegen eine noch stärkere Stimme zu geben. Wir möchten euch ermutigen, hinzustehen und Unterschriften zu sammeln, wie wild.
Wir vom Komitee danken euch zu voraus für euere Unterstützung und freuen uns, über jede neu geborene, ganze Kuh!
28. September 2014, Armin Capaul